Im Sommer
2001 wurde der 24 Jahre alte Hartplatz abgetragen und ein modernes Kunstrasenspielfeld
gebaut. Der Belag, ein spezielles Kunststoffgewebe das mit einem Quarzsand-,
Gummigemisch verfüllt ist, verleiht dem Platz hinsichtlich Ballverhalten, Elastizität
und Griffigkeit für die Fußballstollen Eigenschaften, die denen eines Naturrasenplatzes
vergleichbar sind. |
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Lauterbach. Man muss schon genau hinsehen, um zu
erkennen, dass es sich um einen Kunstrasenplatz handelt. Anfängliche Skepsis
ist längst der Begeisterung gewichen. Inzwischen ist Lauterbach mächtig
stolz auf seinen Kunstrasenplatz.
Allerdings wäre dieses Projekt damals fast gescheitert. Dem FV »Kickers 09«
Lauterbach, allen voran dem damaligen Vorsitzenden Bernd Broghammer, ist es
zu verdanken, dass man heute auf dieses Juwel verweisen kann. Über 50 000
Euro musste der Verein selbst beisteuern, um die knappe Gemeindekasse zu
entlasten und aus der Schusslinie zu nehmen.
Man fand bereitwillige Spender und die Vereinsmitglieder erbrachten eine
gehörige Menge Eigenleistungen. Die Spender wurden auf einer Wandtafel beim
Sportheim verewigt. Ein Restrisiko blieb insofern, als die Herstellerfirma
damals lediglich Feyenoord Rotterdam als Referenz nennen konnte. Inzwischen
hat dieser Kunstrasen auch in der näheren Umgebung viele Nachahmer gefunden.
Was macht diesen Kunstrasen so interessant? Die Herstellerfirma Desso DLW
Systems spricht von »Soccergrass TD 60, einer doppelt gekräuselten und
thermisch fixierten Faser aus nicht fibrillierten Einzelbändchen von 60 mm
Länge, die mit einem Sand-Gummigemisch, dem so genannten HPF Crown Garn«,
verlegt wird. 6000 Quadratmeter mussten auf dem Wiesenwegle-Sportplatz
verlegt werden. Der Trainer der Kickers und damalige Vorsitzende, Bernd
Broghammer, schwärmt von geradezu optimalen Voraussetzungen für den
Trainings- und Spielbetrieb. Die Verletzungsgefahr sei erheblich geringer,
als bei einem Naturrasen.
Insbesondere wenn er feucht sei, rolle Ball »wie am Schnürte«, so
Broghammer. Außerdem sei der Rasen pflegeleicht und unempfindlich gegen
Witterungseinflüsse. Lediglich ein- bis zweimal im Monat muss er »gekämmt«
werden.
Neben den örtlichen Sportsvereinen hat auch die Dorfjugend die Vorzüge des
Rasens längst erkannt und so ist es nicht verwunderlich, dass er tagtäglich
in Beschlag genommen wird. Dass hierbei viele ihren Abfall hinterlassen,
bereitet den Verantwortlichen den einzigen Kummer. |