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Nachdem im Gemeinderat die Weichen für den Verkauf des Sportheims, verbunden
mit der Förderung des Umbaus beschlossen wurden ließen sich auch die Kickers
die Planungen in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung genehmigen.
Trotz der coronabedingten Einschränkungen war die Versammlung mit 54
stimmberechtigte Mitglieder, sowie 6 weitere Personen, eingeladen waren auch
die Eltern der Jugendspieler, gut besucht. Vielmehr hätten es zur Einhaltung
der Mindestabstände auch nicht sein dürfen. Nach der Begrüßung, bei der
der Vorstandsvorsitzende Siegfried King auf die Historie des 1966 erbauten
und 1988 sanierten Sportheims sowie die in der Zwischenzeit auch schon fünf,
sechs Jahre andauernden Vorgeschichte zum anstehenden Umbau zurückblickte,
stellte Planer Ralf Schlögel, nachdem er mit einigen Fotos die Notwendigkeit
etwas zu tun verdeutlicht hatte, die aktuellen Planung vor. Das Erdgeschoss
soll saniert, das Obergeschoss hingegen abgerissen und in
Holzständerbauweise neu gebaut werden. Dabei soll dieses, indem es nach
vorne in Richtung Sportplatz herausgezogen und auf Stelzen gestellt wird
deutlich vergrößert werden, so dass sowohl der Gastraum als auch die Kabinen
vergrößert werden können und auch eine dritte Kabine möglich wird.
Photovoltaik und Solar auf dem Dach, das von der Ausrichtung auch dafür
prädestiniert ist, sind ebenfalls vorgesehen, müssen aber noch an das noch
festzulegende Heizkonzept, angepasst werden. Im Anschluss ging Siegfried
King auf die geplante Finanzierung ein. Das Sportheim soll für den Restwert
von 44000 € von der Gemeinde, die im Gegenzug den bewilligten Zuschuss um
diesen Betrag erhöhte, übernommen werden. Somit entstehen den Kickers in
dieser Hinsicht keine Zusatzkosten. Allerdings ist der Verein zukünftig für
Grundsteuer, Reparaturkosten, Schornsteinfeger und ähnliches zuständig,
Einsparungen erhofft man sich dagegen bei den Heiz- und Stromkosten. Bei
Sanierungen kann in Zukunft ein Zuschuss über 20 Prozent der
Investitionskosten bei der Gemeinde gestellt werden. Die Kosten für den
Umbau werden auf werden auf 650000 € geschätzt. Zieht man den Zuschuss der
Gemeinde, den erhofften Zuschuss vom Württembergischen Landessportbund und
den möglichen Vorsteuerabzug ab verbleiben 280000 €, die die Kickers über
Eigenkapital, Eigenleistungen, weitere Zuschüsse, Spenden und Darlehen
aufbringen müssen. Bei 80000 € Eigenkapital und weiteren 80000 €, die über
Eigenleistungen und weiteren Zuschüssen, wie z.B. die BAFA-Förderung für den
Austausch der Ölheizung, müssen vorerst noch 120000 € fremdfinanziert
werden. Über weitere Aktionen, wie z.B. einer Spendenaktion ähnlich der
Kunstrasentafel beim Sportplatz, soll dieser Betrag möglichst weiter
reduziert bzw. teilweise frühzeitig zurückgezahlt werden. Vorerst sollte
jedoch dieser Betrag als mögliche Darlehenssumme freigegeben werden. In
der anschließenden Aussprache wurden Fragen zur Planung und Finanzierung so
gut es ging beantwortet. Aus den Reihen der Mitglieder kam auch die Anregung
einer Beitragserhöhung. Diese könnte allerdings erst in der nächsten
ordentlichen beschlossen werden da ein Beschluss einer solchen bei der
Einladung auf Tagesordnung stehen muss. Es kamen auch kritische Einwände und
Rückfragen doch bei der abschließenden Abstimmung ob das Sportheim von der
Gemeinde erworben, die Planungen auf Basis der aktuellen Pläne fortgeführt
und ein Darlehen aufgenommen werden kann wurde dem einstimmig, ohne
Enthaltungen und Gegenstimmen, zugestimmt.
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